Ausstellung/ Installation
Objekt/Pool, ca. 100x75x30cm, Holz, weiße Keramikkacheln; vertikale Projektion, Videoloop, 1080p
Video, 08:00 min, Mini-DV, 720p
My Lapis Lullaby war eine ortsspezifische Installation bestehend aus der gleichnamigen Videoskulptur und der Videoarbeit GHOSTSHOPPING.
Komplementär zu seinen weißen Kacheln wurde der Ausstellungsraum in ein tiefes Blau getaucht. Ein ebenfalls gekachelter, freistehender miniaturisierter Pool fügt sich in diese maritime Umgebung ein und wird mit einer Projektion von Wasser bespielt.
GHOSTSHOPPING dokumentiert Schaufenster bei Nacht und menschenleere Innenräume von Geschäften, scheinbar geisterhaft belebt durch ihre farbige LED-Beleuchtung. Das Blau der Wände erinnert an Yves Klein und nimmt bewusst Bezug auf dessen Aussage, dass Blau „das sichtbare Unsichtbare“ sei.
Neben dem Spiel mit illusorischer Tiefe fungiert der Pool wie bei Hockney als Sehnsuchtsort oder Statussymbol eines kalifornischen Lebensstils. GHOSTSHOPPING hingegen evoziert die potenziell dunkle, unheimliche Seite eines unendlichen Blaus.
Als Inspiration dienten unter anderem der Song Blue aus dem gleichnamigen Album (1971) der kanadischen Künstlerin Joni Mitchell sowie der Film Ghost Dance (1983) des britischen Regisseurs Ken McMullen.





